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Nutzen Sie das ganze World Wide Web! Hier können Sie weiterführende Informationen zur Thematik des Bunker- und Festungsbaus finden, wobei wir Ihnen gerne einen kleinen "Wegweiser" mit auf den Weg geben möchten.
Zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg entstanden in Süddeutschland vier Befestigungslinien:
- Neckar-Enz-Stellung
- Wetterau-Main-Tauber-Stellung
- Bayrisch-Tschechische Grenzstellung
- Westwall (mit Ettlinger Riegel und Schwarzwaldrandstellung)
Neckar-Enz-Stellung, Wetterau-Main-Tauber-Stellung und Bayrisch-Tschechische Grenzstellung
Die ersten drei Stellungen waren von den Bestimmungen des Versailler Vertrags geprägt und verliefen im Falle der Neckar-Enz-Stellung und Wetterau-Main-Tauber-Stellung von der westlichen Landesgrenze abgesetzt im Landesinneren. Der strategische Gedanke der Befestigungslinien war es, eine Abtrennung Süddeutschlands vom Deutschen Reich zu verhindern. Diese Gefahr bestand einerseits wegen eines militärischen Abkommens zwischen Frankreich, der Tschechoslowakei und Russland und andererseits wegen der geringen Entfernung zwischen der westlichen und östlichen Landesgrenze. Wäre es zu einer militärischen Auseinandersetzung mit einem der Bündnispartner gekommen, hätte sich das Deutsche Reich automatisch mit drei Staaten im Krieg befunden (Russland hätte in diesem Fall von tschechoslowakischen Flugplätzen aus in die Kämpfe eingegriffen).
Die geschichtlichen und technischen Details zur Neckar-Enz-Stellung können Sie einem hervorragenden Artikel der Wissensplattform "Wikipedia" entnehmen:
Wikipediabeitrag "Neckar-Enz-Stellung"
Auf der selben Website befindet sich derzeit ein im Aufbau befindlicher Artikel zur Wetterau-Main-Tauber-Stellung:
Wikipediabeitrag "Wetterau-Main-Tauber-Stellung"
Westwall (mit Ettlinger Riegel und Schwarzwaldrandstellung)
Den Westwall kann man bezogen auf Süddeutschland als Nachfolger der Neckar-Enz-Stellung und Wetterau-Main-Tauber-Stellung sehen. Im April 1936 besetzt das Deutsche Reich das bis dahin entmilitarisierte Rheinland und brach damit den Versailler Vertrag. Die Bautätigkeiten in den beiden Stellungen wurden daraufhin eingeschränkt und Anfang 1938 beendet.
Kurz nach der Besetzung des Rheinlands startete der Bau des Westwalls. Entlang der grenznahen Flüsse sollten zunächst Sperrstellungen angelegt werden, um Flussübergänge und wichtige Straßen zu sperren. Durch den Bau weiterer Bunker sollte daraus eine so genannte Stellung entstehen, die laut Definition aus kleinen sich gegenseitig deckenden Bunkern bestehen sollte. Für den weiteren Aufbau waren in strategisch wichtigen Abschnitten so genannte B-Werke und A-Werke geplant, die neben der Hauptbewaffnung in Form von schweren Maschinengewehren auch Flammenwerfer, Maschinengranatwerfer und Artilleriegeschütze beinhalten sollten. (Zielsetzung des weiteren Ausbaus war die Schaffung eines Festungskampffeldes). Die technischen und geschichtlichen Hintergründe lassen sich am besten in Verbindung mit einem Museumsbesuch begreifen.
Empfehlung für ein bespielhaftes kleineres Bauwerk in Rastatt:
Westwallmuseum Rastatt
Empfehlung für eine befestigte Batterie Artilleriegeschütze in Bad Bergzabern:
Westwallmuseum Bad Bergzabern
Empfehlung für ein B-Werk in Besseringen/Saar:
Westwallmuseum B-Werk Besseringen
Empfehlung für eine Werksgruppe in Pirmasens (wurde nur teilweise fertiggestellt):
Westwallmuseums Gerstfeldhöhe
Partnervereine und Organisationen:
Forschungsgruppe UntertageWestwall Interessengemeinschaft
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